
Endlich wieder testen, fühlen, riechen, schmecken und schnacken: Wie groß das Bedürfnis der Branche war, sich nach drei Jahren wieder persönlich zu treffen und auszutauschen, zeigte sich auf der INTERNORGA 2022. Ursprünglich sollte die internationale Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt bereits im Februar stattfinden. Doch weil aufgrund der Corona-Pandemie eine sichere Durchführung der Veranstaltung in gewohnter Qualität nicht gewährleistet werden konnte, wurde die INTERNORGA nochmals um sechs Wochen verschoben. Umso größer war die Wiedersehensfreude, als die INTERNORGA endlich als erste große Messe nach dem Lockdown vom 30. April bis zum 4. Mai ihre Tore öffnete. In Anbetracht der herausfordernden Rahmenbedingungen und Umstände im Hospitality-Bereich ein gelungener Restart – immerhin 950 ausstellende Unternehmen aus 27 Nationen waren vor Ort, um ihre Innovationen, Trends und Lösungen von der Branche für die Branche zu präsentieren. Damit sandten sie ein wichtiges positives Signal. Einen eigenen neuen Ausstellungsbereich gab es mit dem Trendthema Packaging und Delivery. Und in einer eigenen Halle wurde erstmals das Zukunftsthema Digitalisierung präsentiert. Das begleitende Kongressprogramm im CCH verfolgten insgesamt knapp 2.000 Teilnehmende. Die Messe endete schließlich mit viel Zuspruch seitens der Ausstellenden und Fachbesuchenden – und mit einer gehörigen Portion Zuversicht.




Mit dem Karoviertel verbunden
Was haben Madsen, Oli.P und Booz gemeinsam? Alle traten bei der dritten Ausgabe des 45Hertz-Open-Air-Festivals am Fernsehturm vom 5. bis 14. August 2022 auf – und das absolut erfolgreich: zehn Tage, zehn Events und mehr als 10.000 Gäste plus Mega-Stimmung. Endlich konnte wieder richtig zusammen gefeiert werden! „Uns ist es extrem wichtig, dass sich unser Festival harmonisch in das Karoviertel einfügt. Wir folgen bei allem, was wir tun, unseren drei Grundwerten: Toleranz, Diversität und kulturelle Vielfalt", sagt Mareike Frigoni von der Betreiberin elbmenschen. Mit neuem Logo, das „eine Hommage an den Fernsehturm und die HMC“ darstellt, kamen die Veranstaltenden nach der Pandemie zurück.
Die Vision ist klar: „Wir wollen mit der KAROLINE einen Ort kreieren, an dem Kultur und Business auf vielseitige Art und Weise Raum finden, einen Ort, der Menschen aller Branchen verbindet, einen Ort, dessen Fundament Respekt und Diversität bildet und der Kreativität und Impulse freisetzt. Die einzelnen Etagen der KAROLINE bauen deshalb konzeptionell aufeinander auf.“
Daniel Frigoni, ebenfalls für elbmenschen tätig, unterstreicht: „Es ist richtig stark zu beobachten, wie der Gedanke, den wir mit diesem wunderschönen historischen Gebäude hatten, jetzt aufgeht. Subkultur ist ein starkes Fundament, und die Mischung aus Nacht und Tag ist einfach genial.“
Früher diente die Location als Verwaltungsgebäude des Kohlekraftwerks „Karoline“. In den 90er-Jahren wurde das Gebäude teilweise abgetragen, um der Lagerstraße Platz zu machen. Seit 2015 wird die KAROLINE nach langem Leerstand als vielseitiger Kultur- und Veranstaltungsort genutzt. Und genau das macht ein Messegelände im Herzen der Stadt aus. Unter welchem anderen Messedach finden sich ansonsten ein weit über die Stadtgrenzen hinaus berühmter Technoclub und ein Tonstudio? Auch unsere Veranstaltenden schätzen die 400 Quadratmeter Eventflächen in dem neugotischen Backsteinbau: Ob SMM-Start-up-Area oder Green Room und VIP-Lounge zur OMR 2022: Die KAROLINE ist der Ort für originelle Side Events. „Bei uns gibt es keine Veranstaltung von der Stange“, sagt der Geschäftsführer der elbmenschen GmbH, Christian Sinn. „Wir haben Bock darauf, jede Anfrage individuell zu durchdenken, zu konzipieren und zu einem einzigartigen Event werden zu lassen. Wir gehen die bekannte ‚Extrameile‘. Klingt abgedroschen, ist aber so: Wir lieben, was wir hier tun.“

Ob Wärmewende, Energieeffizienz oder Trinkwasserhygiene: Die GET Nord 2022 hat eindrucksvoll demonstriert, wie Prozesse und Verfahren mit modernster Gebäudetechnik optimiert und Einsparpotenziale realisiert werden können. Zudem zeigten die ausstellenden Unternehmen der Gewerke Elektro, Sanitär, Heizung und Klima findige Lösungen aus dem Bereich der Digitalisierung und Elektrifizierung, die unter anderem zum Erreichen der Klimaziele beitragen können. Die bundesweit einzige gemeinsame gebäudetechnische Fachmesse hat sich längst zu einem Informations- und Know-how-Hotspot im norddeutschen Handwerk entwickelt. Sie endete am 19. November nach drei intensiven Messetagen mit durchweg positiver Resonanz aller beteiligten Branchenvertreter.
Nach der erfolgreichen GET Nord 2022 übergab der langjährige Projektleiter Michael Arfmann den Stab an Danny Enwerem. Der neue Projektleiter, der gut in der Elektro- und SHK-Branche vernetzt ist, wird die GET Nord in den kommenden Jahren zusammen mit Partnerinnen und Partnern weiter ausbauen und konzeptionell weiterentwickeln. Damit setzt er die Arbeit von Michael Arfmann fort, unter dessen Regie die GET Nord 2008 erstmals stattfand. Nach 45 Jahren bei der Hamburg Messe und Congress ist Michael Arfmann nunmehr im verdienten Ruhestand. Übrigens: Die nächste GET Nord findet vom 21. bis 23. November 2024 statt.


Nach vier Jahren coronabedingter Wartezeit war es soweit: Vom 6. bis 9. September 2022 traf sich die internationale maritime Community endlich wieder persönlich zur SMM in Hamburg. Zur Jubiläumsausgabe der Weltleitmesse unter dem Motto „Driving the maritime transition“ fanden sich 2.000 ausstellende Unternehmen und mehr als 30.000 Fachbesuchende aus über 100 Ländern in den komplett belegten Messehallen ein.
Die großen Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Die SMM lieferte wichtige Impulse, damit die maritime Energiewende gelingen kann. Das von der Branche selbst gesteckte Ziel steht: klimaneutrale Schifffahrt bis 2050. Werften, Ingenieurdienstleistende, Treibstoffproduzierende und Zuliefernde sind somit mehr denn je in der Situation, sich austauschen zu müssen. Und das taten sie auf der 30. SMM intensiv, vor allem im Umfeld der neuen „Transition Stages“, wo Fachleute ihre aktuellen Erkenntnisse und Produktinnovationen in neuen Networking-Formaten vorstellten.
Austausch und Dialog standen auch bei den hochkarätig besetzten Fachkonferenzen im Vordergrund. Dort ging es zum Beispiel um Digitalisierung (Maritime Future Summit), Meeresforschung (Offshore Dialogue) oder Sicherheit und Verteidigung (International Conference on Maritime Security & Defense). Besondere Aufmerksamkeit erfuhr der Umweltkongress gmec (global maritime environmental congress). Bis zur nächsten SMM müssen sich alle Menschen, die die Faszination der Schifffahrt antreibt, diesmal nicht allzu lange gedulden. Sie geht vom 3. bis zum 6. September 2024 in Hamburg vor Anker.
Dass in Hamburg gut und gern gefeiert wird, ist weithin bekannt. Umso härter traf es Schiffsbegeisterte und Fans des Hamburger Hafens, dass sie aufgrund der Corona-Zwangspause mehrfach auf „ihren“ Hafengeburtstag verzichten mussten. Im September 2022 ließen sich rund 800.000 Menschen dann aber auch von wechselhaftem Schmuddelwetter nicht davon abhalten, den 833. Hafengeburtstag ausgiebig zu feiern. Beeindruckende Großsegler, historische Museumsschiffe und viele andere Boote eröffneten das maritime Volksfest an der Flaniermeile entlang der Elbe zwischen Fischauktionshalle und Elbphilharmonie. Danach folgte Highlight auf Highlight. Stars wie Selig, Roachford, Pohlmann oder Lotto King Karl rockten den HAFENGEBURTSTAG HAMBURG.
Für Gänsehausmomente sorgten auch die Aufführungen aus dem Großen Saal der Elbphilharmonie, die auf einer hochauflösenden Großleinwand Open Air gezeigt wurden. Ausstellungen, Aktionsflächen wie das Piratendorf, Dancefloors unter freiem Himmel, Märkte und Chillout Areas sorgten ebenfalls für einen abwechslungsreichen Landgang. Selbstverständlich war auch an das leibliche Wohl gedacht. Von seiner schönsten Seite zeigt sich der Länderpartner Kroatien auf der Kehrwiederspitze. Veranstalterin des HAFENGEBURTSTAG HAMBURG war wiederum die Freie und Hansestadt Hamburg. Veranstaltungsbeauftragte des traditionsreichen Megaevents ist bereits seit 1994 die Hamburg Messe und Congress GmbH.



Mehr als 800 Speaker, 250 Masterclasses, 70.000 Besuchende: Das OMR Festival wird immer größer, 2022 rückte es die Stadt Hamburg erneut in den Mittelpunkt der internationalen Digitalszene. Das Team um OMR-Gründer Philipp Westermeyer ließ es auch diesmal krachen. So wurde nicht nur ausgiebig diskutiert, sondern auch gefeiert. Unter den vielen Stargästen in den vollends belegten Messehallen waren unter anderem der Schauspieler Ashton Kutcher und der Regisseur Quentin Tarantino.
Am ersten Tag wurde die Konferenzbühne einen Tag lang zur Plattform für Visionen, neue Konzepte und zukunftsweisende Projekte im Mobilitätsbereich. Die aktuell wichtigsten Digital-Trends waren am zweiten Festival-Tag auf der Conference-Stage Thema. Erstmals gab es im Rahmen des OMR Festivals mit der Finance-Forward-Konferenz eine eigene Bühne für die Transformation der Finanzwelt. Hier versammelten sich die spannendsten Köpfe der Branche, um sich über die wichtigsten Trends und Fragen rund um Fintechs, Neobanking und der Kryptoszene auszutauschen.
Gemessen an den Besuchendenzahlen ist das OMR Festival in den Kreis der größten Branchenevents weltweit aufgestiegen. Das mag auch an dem gigantischen Rahmenprogramm liegen, für das die Veranstaltenden erneut gesorgt haben. Legendär sind zum Beispiel die Partys an den Ständen der Ausstellenden, 2022 waren Branchenriesen wie Meta, Google und Salesforce dabei. Zudem gab es elf Live-Konzerte, darunter Musik-Acts wie Sido, RIN, Marteria, Kraftklub und Zoe Wees. „Das OMR22-Comeback ist eine berufliche Leistung, auf die alle Beteiligten sehr stolz sein können“, bilanziert Philipp Westermeyer. Es ist davon auszugehen, dass er und sein Team auch bei den nächsten OMR-Ausgaben in Hamburg wieder begeistern werden.